Vertrag zur Auftragsverarbeitung

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Vertrag zur Auftragsverarbeitung

In den endlosen Diskussionen zum Datenschutz wurde immer darauf hingewiesen, dass nur die Tätigkeit eines Steuerberaters bei ausschließlicher Lohn und Gehaltsabrechnung eine Auftragsverarbeitung darstellt und nur hier ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung notwendig wäre.

Nun hat das Landesamt für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW diese Meinung revidiert und hat offensichtlich seine Auffassung geändert. 

 

Bei den Tätigkeiten wie Steuererklärungen, Bilanzerstellung usw. und der Lohn und Gehaltsabrechnung hat die Aufsichtsbehörde LdI NRW bisher die Meinung vertreten, dass die Lohn und Gehaltsabrechnung hierbei eine untergeordnete Tätigkeit ist und somit im Rahmen der Funktionsübertragung durchgeführt wird.

 

Nun ist die Aufsichtsbehörde jedoch von dieser Auffassung abgewichen und stellt die Lohn und Gehaltsabrechnung immer als eine Auftragsverarbeitung da, welche einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung voraussetzt.

 

Was bedeutet das nun für Ihre Kanzlei? Ob Sie nun mit Ihren Mandanten mit allen weiteren rechtlichen Konsequenzen für die Lohn und Gehaltsabrechnung einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung abschließen, sollten Sie nach Abwägung des Für- und Wider selbst entscheiden.

Nachfolgend finden Sie einen Link zum Landesamt für Datenschutz NRW:

Datenverarbeitung  in der Steuerberatung unter Aktuelles:

https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Aktuelles/Inhalt/Datenverarbeitung-in-der-Steuerberatung/Datenverarbeitung-in-der-Steuerberatung.html

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